Funktionktionsanalytische und – therapeutische Maßnahmen
Das Kiefergelenk nimmt durch seine kombinierte Dreh- und Gleitfunktion als Doppelgelenk eine Sonderstellung im Körper ein. Für die Zerkleinerung der Nahrung sind Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur in ihrer Funktion optimal aufeinander abgestimmt.
Die Stellung der Zähne und die vertikale Dimension entscheiden darüber, wie sich Unter- und Oberkiefer annähern können und wo der Gelenkfortsatz in der Gelenkpfanne positioniert ist.
Bissfehler, z.B. Zahnwanderung bei Zahnlücken oder einseitige Belastungen, können den Kiefergelenken und der Muskulatur schaden und zu kompensatorischen Fehllagen von Schulter , Hüfte und Knie führen.
Die Zeichen einer craniomandibulären Dysfunktion sind recht vielseitig:
- migräneartige Kopfschmerzen
- Schmerzen hinter dem Auge
- Missempfindungen im Mund bei eingeschränkter und ungleichmäßiger Öffnung
- Zähneknirschen und –pressen
- Missempfindungen in den Armen
- Ohrgeräusche
Bei diesen Beschwerden sollte mittels Funktionsanalyse eine zahnärztliche Abklärung erfolgen.
Um der Komplexität solcher funktioneller Störungen gerecht zu werden, beziehen wir weitere medizinische Fachdisziplinen in das diagnostische und therapeutische Gesamtkonzept mit ein.
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